SPD in Amberg-Sulzbach zeigt Kampfeswillen.

Veröffentlicht am 20.09.2017 in Allgemein

2017.Wahlkampfendspurt.JohannesFoitzik


Ihren Kampfeswillen zeigte die SPD im Landkreis bei ihrer offiziellen Abschlussveranstaltung im Gasthaus Ritter in Hahnbach. Der Wahlkampf selbst aber geht mit Hausverteilungen und Infoständen bis zum letzten Tag weiter. SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass der bayerische Generalsekretär MdB Uli Grötsch zur Unterstützung des hiesigen Bundestagskandidaten Johannes Foitzik nach Hahnbach kam und dafür auch seinen letzten freien Abend opferte. Beide sprachen vor einer sehr gut besuchten Versammlung. Sie wurden für ihre Ausführungen mit stehenden Ovationen belohnt. Kreisvorsitzender Uwe Bergmann ging in seiner Begrüßung auf die zeitgleich stattfindende AfD-Kundgebung in Sulzbach-Rosenberg ein und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Partei mit Demokratiedefizit ein schlechteres Ergebnis bekommt als Umfragen vorhersagen.

Stellv. Vorsitzender Daniel Münch freute sich darüber, dass Uli Grötsch nun zum zweiten Mal nach Hahnbach kam. Erst vor einiger Zeit habe er die Festrede für das 70-jährige Jubiläum des Ortsvereins gehalten. MdB Uli Grötsch, dem MdL Reinhold Strobl eine gute Arbeit als Generalsekretär bescheinigte, war es ein großes Anliegen, auf das Thema „Gerechtigkeit“ in unserer Gesellschaft einzugehen. Eines davon sei die Rente. Während CDU-Vertreter wie Schäuble, die JU und die Mittelstandsunion bereits davon sprächen, dass die Menschen bis 70 arbeiten sollten, betonte Grötsch, dass es mit der SPD keine Rente erst ab 70 geben werde. Auch das Rentenniveau müsse in Zukunft mindestens 48 Prozent betragen. Bei der CDU/CSU würde das Niveau sinken. Dem pflichtete vor allem Franz Kick bei, der auf die derzeitigen geringen Durchschnittsrenten in der Oberpfalz verwies.

Ein großes Thema, so Grötsch, werde die Pflege werden. Hier reiche es nicht, wie die Kanzlerin bei der letzten Diskussion anklingen ließ, auf Pflegekräfte aus osteuropäischen Ländern zu setzen. Vielmehr müsse der Pflegeberuf aufgewertet werden. Damit verbunden sei eine entsprechende Bezahlung. Grötsch ging auch auf die befristeten Arbeitsplätze vor allem für junge Menschen ein. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, da sich junge Menschen sonst keine Existenz aufbauen könnten und sie bei Banken nicht einmal einen Kredit z.B. bei einem Hausbau bekämen. Grötsch forderte auch, dass die Schulen für die Zukunft (Digitalisierung) fit gemacht werden müßten. Er forderte gleiche Chancen für alle Kinder. Die Bildung müsse kostenlos sein.

Die sich in der AfD gefundenen Neonazis mit völkischem Gedankengut würden das Ansehen Deutschlands beschädigen. Kanzlerkandidat Martin Schulz sei auf der Weltbühne Zuhause. Mit der SPD werde es eine Erhöhung (30 – 35 Mrd. €) des von Trump geforderten Rüstungsetats nicht geben. Die Bundeswehr müsse gut ausgerüstet sein. Aber einen Rüstungswettlauf werde es mit der SPD nicht geben. Zum Schluss sprach der Generalsekretär auch noch die unsinnige Pkw-Maut an, wozu MdL Strobl bemerkte, dass die CSU auf Plakaten nicht mit Bundesverkehrsminister Dobrindt werbe.

Johannes Foitzik, dem Winfried Franz bescheinigte, dass er ein Kandidat sei, der anders als Kandidaten anderer Parteien nicht mit Kurzparolen arbeite, ging in seiner betont sachlichen und nachdenklichen Rede auf seine Erfahrungen im Wahlkampf ein. Er habe in vielen Gesprächen Menschen kennen gelernt und er habe auch gute Gespräche geführt. Gerecht sei für ihn eine Gesellschaft, wo sich der eine auch um den anderen bemühe. Deshalb sei die Solidarität in der Gesellschaft für ihn sehr wichtig. Diese Solidarität müsse es auch in Europa und auf der Welt mit einem fairen Handel geben.

Bei Bildung, so Foitzik, dürfe nicht gespart werden. Sie müsse kostenlos und für jeden zugänglich sein. Jeder müsse die gleichen Chancen haben. „Wir brauchen jedoch auch das Handwerk“. Das Handwerk und die vielen kleinen Selbständigen und Unternehmer seien die Säule der Wirtschaft. In diesem Zusammenhang sah er auch die Gefahr der „Selbstausbeutung“ durch den Konkurrenzdruck. Die Familien, so Foitzik, müßten gestärkt werden. Gerhard Horn forderte die Beibehaltung der Klimaziele auf der Welt und ging auch auf das Artensterben in der Natur ein.

MdL Reinhold Strobl zeigte in seinem Schlußwort auf, zu welchen Haßtiraden (die in unserer Gesellschaft nichts zu suchen hätten) AfD-Anhänger fähig seien. Strobl: „Wir brauchen wieder einen Bundestagskandidaten für unsere Region. Das ist für uns Johannes Foitzik“. Er erinnerte an die Leistungen von SPD-Abgeordneten für unsere Region: „Als wir 4 Abgeordnete (Stiegler, Pfannenstein, Simm, Strobl) im Bundestag hatten, wurde die A 6 finanziert und geplant.“ Eine lebendige Konkurrenz sei in der Politik wichtig

 
 

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