Frauen der SPD kandidieren :

Veröffentlicht am 26.02.2008 in Kommunalpolitik

Landrat Armin Nentwig freut sich über das Engagement der Bürgermeister-Kandidatinnen Kerstin Stauber und Silke Vetter

„Frauenpower ist angesagt! Bei der Landkreis-SPD“ geben sich 16 Kandidatinnen auf der Kreistagsliste der Sozialdemokraten selbstbewusst.

Um das Bürgermeisteramt kandidieren die 27-jährige Silke Vetter in Hahnbach und Kristin Stauber in der Gemeinde Freudenberg. „Das Feedback ist gut“ freut sich Kristin Stauber, die „Kreuzerwirtin“ aus Immenstetten. Der Wahlkampf mache ihr, die besonderen Wert auf das persönliche Gespräch mit den Bürgern legt, so Freude.

Aber auch, dass sie als erste Frau die sich jemals um das Bürgermeisteramt in Freudenberg bewerbe, auf die Unterstützung von Landrat Armin Nentwig und Kreisvorsitzenden MdL Reinhold Strobl bauen könne. „Hahnbach aufwecken“ will Silke Vetter, die in Bildung und Qualifikation die Zukunft sieht und ihre Gemeinde zu einem Umwelt-Kompetenzzentrum mit günstigen Dienstleistungen für seine Bürger machen will. Für Frauenpower steht auch sie, denn mit acht Kandidatinnen auf der Hahnbacher SPD-Liste stünden darauf „viermal so viele wie bei der CSU“ . Ebenfalls aus Hahnbach ist Gemeindrätin und SPD-Ortsvorsitzende Hermine Koch, die für ein Kreistagsmandat kandidiert. Sie kritisiert, dass der Staatshaushalt in den letzten Jahren auf Kosten der Beamten saniert wurde, den Beförderungsstau und mangelnde Neueinstellungen „in den letzten Stoiberjahren“. Statt dessen habe es ein Einfrieren, besser gesagt eine Kürzung des Weihnachtgeldes und eine Erhöhung der Arbeitszeit gegeben. Auf Platz vier kandiert bei den Sozialdemokraten Ute Bender aus Sulzbach-Rosenberg für den Kreistag. Sie gehört seit zwei Perioden dem Gremium an und betont die herausragende Bedeutung der Krankenhäuser St. Anna in Sulzbach-Rosenberg und St. Johannes in Auerbach für die Landkreisbevölkerung; sowohl für die Akut- und Grundversorgung wie auch die gereatrische Spezialbehandlung. In der Kooperation mit benachbarten Kliniken und mit niedergelassen Ärzten sieht sie den richtigen Weg, Die Anbindung des St. Anna-Krankenhauses an die B85/B 14 und die enge Nachbarschaft mit dem Bayerischen Roten Kreuz ist für sie „eine echte Zukunftsentscheidung“. Im Jugendhilfeausschuss des Kreistages engagierte sich Kreisrätin Elisabeth Kolleng aus Auerbach seit 2002. Die Erzieherin ist überzeugt „dass an der Jugendhilfe nicht gespart werden darf“. In und für unsere Jugendlichen müsse investiert, Geld in die Hand genommen werden, wettert sie gegen die Ablehnung des SPD-Antrages zur Nachmittagsbetreuung durch CSU und Freie Wähler. Doppelzügig nennt sie es, dass nun im CSU-Wahlprospekt dafür geworben werde. „Wer so blauäugig ist und meint in der Jugendhilfe sparen zu müssen, der wird Jahre später das Geld mehrfach für den Jugendstrafvollzug ausgeben“ setzt sie sich für Netzwerke, ein Zusammenwirken von Sozialarbeitern, Lehrern und engagierten Politikern ein, „die sich ihrer Arbeit stellen“. Der Jugend gehöre die Zukunft und diese gelte es zu gestalten, betont Kreisrätin Andrea Haller-Trepesch, die ebenso wie ihre Kreistagskollegin Hildegard Pirner in Sulzbach-Rosenberg wohnt. Bildung und Weiterbildung seien dafür die Grundlagen. Deshalb, so ist sie überzeugt, sollten die Schulen der Zukunft nicht nur Bildungsanstalten sondern Lebens- und Gestaltungsraum für Kinder und Jugendliche sein. Seit Jahrzehnten in der Arbeiterwohlfahrt engagiert, gehört Seniorenarbeit zum Lebensinhalt von Kreisrätin Hildegard Pirner. Nicht nur davon reden „sondern etwas tun, sich engagieren für sozial Schwache“ ist ihr Motto, für das sie sich auch in der nächsten Kreistagsperiode weiter einsetzen will. Frauen die das Herz auf dem rechten Fleck haben kandisierten für die SPD. Frauen die sich engagierten, etwas bewegen wollen – „eben geballte sozialdemokratische Frauen-Power“ fasste Landrat Armin Nentwig zusammen.

 
 

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