Biogasanlagen im ökologischen Umfeld

Veröffentlicht am 29.05.2011 in MdB und MdL

Biogasanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung. MdL Reinhold Strobl (SPD): „Wenn wir den Ausstieg aus der Atomenergie schaffen wollen, brauchen wir den Energie-Mix.“ „Allerdings“, so Strobl, „muss jede Art der Energieerzeugung auch im Einklang mit der Natur stehen.“ Schließlich gehe es beim Einsatz regenerativer Energien um den Erhalt unserer Umwelt. Der vermehrte Bau von Biogasanlagen führt in den Gemeinden inzwischen immer wieder zu teils heftigen Diskussionen. Aus diesen Gründen hatte sich der SPD-Abgeordnete vor kurzem mit einer Anfrage an Landwirtschaftsminister Brunner gewandt. Die Antwort liegt nun vor und beinhaltet einige interessante Zahlen und Aussagen.

In den Jahren 2006 bis 2010 hat sich die Gesamtzahl an Biogasanlagen in Bayern wie folgt entwickelt:
- Jahr:
- Anzahl der Biogasanlagen:
- Installierte elektrische Nennleistung (MWel)
- Elektrisch installierte Nennleistung (kWel)

2006
1.354
258
191

2007
1.400
335
239

2008
1.500
360
240

2009
1.691
424
251

2010
2.030
548
270

Die Verteilung auf die einzelnen Regierungsbezirke Bayerns ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

- Regierungsbezirk
- Anzahl Biogasanlagen
- Installierte elektrische Nennleistung(MWel)
- Elektrisch installierte Nennleistung (kwel)

Oberbayern
500
120,6
241

Niederbayern
323
85,7
265

Oberpfalz
206
63,5
308

Oberfranken
168
37,3
222

Mittelfranken
270
79,7
295

Unterfranken
79
31,3
396

Schwaben
484
130,1
269

Die Verteilung auf die einzelnen Landkreise speziell im Regierungsbezirk Oberpfalz ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

-Anzahl Biogasanlagen
-Installierte elektrische Nennleistung (MWel)

Bayern
2.030
548,2

Oberpfalz
206
63,5

Amberg-Sulzbach (incl.Amberg)
23
5,1

Cham
43
13,0

Neumarkt
25
5,7

Neustadt a.d.Waldnaab (incl.Weiden)
28
7,5

Regensburg (incl. Stadt)
10
6,4

Schwandorf
42
16,7

Tirschenreuth
35
9,1

Für das Jahr 2011 rechnet das Landwirtschaftsministerium mit einem weiteren Anstieg um 300 bis 400 Biogasanlagen bayernweit. Der Zubau ab dem 01.01.2012 hänge sehr stark von der Ausgestaltung des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab und lasse sich daher zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Der prozentuale Anteil der Maisproduktion an der in Bayern im Rahmen des Mehrfachantrags 2010 gemeldeten Gesamtackerfläche beträgt lt. Ministerium 24,3 Prozent.

Im vergangenen Jahr habe der Maisanbau in Bayern mit rd. 500.000 Hektar einen Spitzenwert erreicht. Dazu habe auch die Zunahme des Silomaisanbaus für die Biogaserzeugung beigetragen. Die Biogaserzeugung konzentriere sich derzeit auf Gebiete, in denen auch die Veredelungswirtschaft mit hohen Tierbesatzzahlen je Flächeneinheit angesiedelt sei. Zudem habe die Attraktivität des Maisanbaus den Druck auf ökologisch wertvolle Grünlandbereiche erhöht.

Gefragt hat Strobl auch nach der Anzahl von Biogasanlagen, in denen Hühnermist zur Verwertung kommt. Hier liegen dem Ministerium keine Daten vor. Strobl: „Hier liegen wir in einem Spannungsfeld zwischen sinnvoller Energieerzeugung einerseits und der Gefahr einer Vermaisung unserer Landschaft andererseits.“ Bei der Neugestaltung des EEG müsse deshalb im Interesse der Sache auf eine sinnvolle und zukunftsweisende Regelung geachtet werden.

Die gesamte Antwort kann im Bürgerbüro von MdL Reinhold Strobl angefordert werden.

Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach

Tel.: 09622-703636
Fax: 09622-703635
Internet:
www.reinhold-strobl.de

 
 

Neuigkeiten der SPD

25.02.2020 19:48 Bärbel Bas zu Gutachten Personalbedarf Pflege
Gute Pflege braucht genügend Pflegekräfte Das Gutachten Personalbedarf Pflege liefert aus Sicht von SPD-Fraktionsvizin Bärbel Bas eine gute Grundlage für einen bedarfsgerechten, bundeseinheitlichen Personalschlüssel.  „Für gute Pflege brauchen wir genügend Pflegekräfte. Das vorliegende Gutachten liefert dafür eine gute Basis. Auf dieser Grundlage müssen wir nun einen bedarfsgerechten, bundeseinheitlichen Personalschlüssel für Pflegeheime umsetzen. Wir brauchen mehr Personal

19.02.2020 13:48 Rolf Mützenich zu Grundrente
Die Grundrente soll pünktlich und wie geplant zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Fraktionschef Rolf Mützenich freut sich, dass sich unsere Beharrlichkeit gelohnt hat. „Die Beharrlichkeit der SPD hat sich gelohnt. Die Grundrente ist endlich auf dem Weg. Wer Jahrzehnte für niedrigen Lohn gearbeitet hat, verdient im Alter ein ordentliches Auskommen. Die Grundrente ist

19.02.2020 13:20 Högl/Fechner zu Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität
Hass und Hetze im Netz nehmen zu, gerade von Rechtsextremisten und oft gegen Frauen. Weil aus Worten oft Taten werden, werden wir mit dem Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität weitere wirksame Maßnahmen ergreifen. Wir unterstützen den Gesetzesentwurf von Justizministerin Christine Lam-brecht, der heute im Kabinett verabschiedet wurde, ausdrücklich. „Alle Statistiken zeigen, dass

19.02.2020 12:47 Katja Mast zu Grundrente
Die Grundrente kommt. Fraktionsvizin Katja Mast spricht von einem sozialpolitischen Meilenstein. „Die Große Koalition ist politisch voll handlungsfähig. Das zeigt der heutige Kabinettsbeschluss zur Grundrente. Sie wird dieses Land verändern. Die Grundrente sorgt bei denjenigen für höhere Renten, die sie sehr dringend brauchen. Menschen, die ein Leben voller Arbeit mit kleinen Löhnen gelebt haben. Alle

19.02.2020 11:47 Kerstin Tack zu Grundrente
Die Grundrente kommt – und zwar wie geplant ab 2021. Es ist gut, dass nun alle strittigen Fragen geklärt sind und das Kabinett heute den Weg für die Grundrente frei gemacht hat. Denn darauf haben jene Menschen, die im Alter zu wenig haben, weil sie viele Jahre für wenig Geld gearbeitet haben, lange gewartet. „Ein

Ein Service von info.websozis.de

Besucher:198597
Heute:17
Online:1