Geschichte des Ortsvereins

60- Jahrfeier des SPD- Ortsvereins Hahnbach am 11.11.2006

Zum 60- jährigen Gründungsjubiläum begrüßte die Ortsvorsitzende Hermine Koch neben mehreren Ehrengästen vor allem die Festrednerin, die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Zu der Feier im Gasthaus Rauch in Kötzersricht war auch Hahnbachs erster Bürgermeister, Hans Kummert, CSU, eingeladen. Sein Kommen begrüßten alle im vollen Gastzimmer als ein Zeichen gelebter demokratischer Gemeinsamkeit.

Koch erinnerte daran, dass es die SPD praktisch seit der Gründung des
Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins durch Ferdinand Lassalle vor rund 140 Jahren gebe.

Ehrenvorsitzender Albert Vetter stellte in einem Rückblick mit
interessanten Bildern die Geschichte der Sozialdemokratie in Deutschland und Hahnbach dar. Vetter erinnerte an Wilhelm Liebknecht und August Bebel, die 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet hatten. Über den sozialdemokratischen Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert, ging es weiter zum bayerischen SPD- Ministerpräsidenten Kurt Eisner. Mit einem Ausspruch von Otto Wels: „Freiheit und Leben könnt ihr uns nehmen, unsere Ehre aber nicht!“ leitete Vetter zur Hahnbacher SPD- Geschichte über.

Flüchtlinge seien es gewesen, so Vetter, die in Hahnbach die SPD gründeten. Er erinnerte an die verstorbenen Franz Hanke und Richard Lobenhofer, sowie an den wegen Krankheit verhinderten Franz Hocke. Später sei er selbst gut 20 Jahre Vorsitzender des Ortsvereins gewesen, ehe Hermine Koch 2004 sein Amt übernommen habe. Mit Jürgen Wawersig in den 90-er Jahren und Hermine Koch 2002 habe es schon zwei SPD- Kandidaten für die Hahnbacher Bürgermeisterwahl gegeben.

Bürgermeister Kummert betonte, dass es für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, zu dieser Feier zu kommen.
Opposition rege immer wieder zum Nachdenken an und Demokratie gelte für SPD und CSU gleichermaßen, schloss Kummert.
Kümmersbrucks 1.Bürgermeister Richard Gaßner bestätigte dies und meinte, dass in der Kommunalpolitik vieles überschaubarer sei als in der Bundespolitik. In der Demokratie hätten alle einen politischen Auftrag. Für unseren Heimatraum sei letztlich ein Miteinander zum Wohle aller entscheidend.
Unterbezirksvorsitzender Uli Hübner meinte, dass die Große Koalition kein Wunschergebnis im Bundestag gewesen , die SPD aber ein kompetenter Partner sei. Vor allem bei wirtschafts –und sozialpolitischen Themen, wie dem Verhältnis zwischen arm und reich, sei Mitsprache der SPD wichtig.
Hans- Jürgen Haas, der stellvertretende Kreisvorsitzende, dankte Vorstandschaft und Mitgliedern der Hahnbacher SPD für ihre Arbeit. Er überreichte als Jubiläumsgeschenk einen Kirschbaum, „ der viele kleine rote Früchte hervorbringt“.
Vorsitzende Koch und MdB Schieder ehrten dann gemeinsam langjährige Mitglieder, teilweise nur in Abwesenheit. So Franz Hocke für 60 Jahre, Bartholomäus Pesold und Josef Englhart für 25 Jahre Mitgliedschaft. Anwesend waren Hans Götz, der für 40 Jahre Treue zum SPD- Ortsverein geehrt wurde und Heiner Hackauf, der seit gut 20 Jahren Mitglied ist. Ehrenurkunden und ein „guter Tropfen“ waren äußere Zeichen der Anerkennung.
Ebenfalls ein Geschenk erhielt Johann Fersch, der kürzlich seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte.

 

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